Bezugsquelle/Preis: Jiri Melzer (Importeur), 20 EUR/50g
Teesorte: Shincha Kabusecha
Kultivar(e): Marishi
Erntezeit: Frühling
Herkunft/Teegarten: Fuji, Präfektur Shizuoka, Japan
Dämpfung: asamushi
Zubereitung: ca. 5 g in glasierter Shiboridashi (110 ml), Brita-gefiltertes Leitungswasser
90 s./60°C, 30 s./65°C, 60 s./70°C
Verkostungsnotizen:
Eine säuerliche Fruchtnote nach Maracuja zeigt sich im Kaltduft, und wechselt dann zu Heu und Thymian. Die angewärmten Blätter duften nach Butterkeksen, Waffeln und Nüssen.
Im ersten Aufguss zeigt sich zarte Frische mit zunächst säuerlich-spritzigem Fruchtaroma von süßen Orangen und Aprikosen mit umami und weicher Cremigkeit vom Milch. Die Fruchtigkeit weicht schnell aromatischem Heu, Blumen und sanfter Nussigkeit. Blütenhonig und Butter begleiten den Abgang.
Der Tee ist shincha-typisch sehr filigran, was sich auch in einer leichten Papiernote weit im Nachklang abzeichnet. Eine höhere Dosierung oder höhere Temperaturen wirken dem gleichwohl nicht entgegen, da die Aromatik dann schnell zu streng wird.
Im zweiten Aufguss präsentiert sich der Tee deutlich grasig und mit vegetalen Noten von (nicht angezündetem) Zigarrentabak – süß, aromatisch, blumig und dennoch mit einer gewissen nussigen Würze. Milchiges Honigaroma wird im Nachgeschmack wieder durch schale Vegetabilität von Papier ergänzt. Feine Zitrusaromen blitzen hervor und lassen den Tee dadurch dennoch wirken.
Der dritter Aufguss schließlich ist grasig, nussig, und gleitet mit eleganter Süße aus.
Anmerkungen: –
Bewertung: 4 Sterne



