Bezugsquelle/Preis: Keiko, 30 EUR/40g
Teesorte: Kabusecha (Bio), handgepflückt (tezumi)
Kultivar(e): Saemidori
Erntezeit: Frühling
Herkunft/Teegarten: Präfektur Kagoshima, Japan
Dämpfung: Chumushi
Zubereitung: ca. 4 g in glasierter Shiboridashi (110 ml), Brita-gefiltertes Leitungswasser
90 s./70°C, 40 s./70°C
Verkostungsnotizen:
Der Kaltduft der Blätter ist intensiv fruchtig mit vor allem tropischen Früchten mit Banane und Mango, frischem Gras sowie würzigem umami.
Angewärmt zeigen sich nussig-aromatische Noten von Heu, Zitronenkuchen und Ananas.
Im ersten Aufguss ist der Tee vielschichtig mit maritimem umami von Kombu, deutlich grasig und dabei süßlich, jedoch nicht mehr unbedingt fruchtig, wie der Geruch vermuten ließe. Eine gehobene Adstrigenz sorgt für ein kühles-prickelndes Mundgefühl.
Würzige Nuss-Noten gestalten einen reibungslosen Übergang zum zweiten Aufguss, wo sie hier zusammen mit schokoladigem, herberem Aroma deutlicher in den Vordergrund treten.
Der Tee ist im Mundgefühl runder und weicher al sim ersten Aufguss, und bietet weiterhin mit grasigen und süßen Noten ein ausgeglichenes Gesamtbild, die Fülle ist aber gegenüber dem ersten Aufguss nicht mehr gegeben.
Ein dritter Aufguss wäre mit max. 2 min Ziehzeit noch gegeben, darüber hinaus wird der Tee zunehmend herber, letztlich erhält man hier noch einen schmackhaften süßen-grasigen Aufguss, der sich jedoch recht unscheinbar zurückbleibt.
Anmerkungen: Mit 60°C bleibt der Tee deutlich hinter seinen Möglichkeiten zurück, auch bei längeren Ziehzeiten. Alle Aromenfühlen sich gedämpft an, ohne dass etwas greifbares, eindrucksvolles hervorsticht.
Bewertung: 3 Sterne





